MAIKE SCHMERSAHL

VIOLINE

Persönlicher Lebenslauf

 

Im Alter von vier Jahren begann ich zunächst mit dem Klavierspiel bei meinem Vater, merkte jedoch bald, dass mein Interesse mehr bei der Geige lag, die mein Großvater spielte. 

Nach langem Bitten lag dieses wunderbare Instrument dann unter dem Weihnachtsbaum - damals war ich sieben und glücklich, endlich mit dem Geigenunterricht beginnen zu können.  

Schon in diesem frühen Alter durfte ich solche großen Interpreten wie Ruggiero Ricci, Norbert Brainin und Stanley Weiner live auf der Bühne erleben, was mir lange Zeit Inspiration und Antrieb blieb - immer fasziniert vom Klang der Violine und deren Ausdrucksspektrum.

Unterricht erhielt ich anfänglich bei Renate Genz, ein Jahr später dann bei Radboud Oomens und  Florin Paul (beide NDR Sinfonieorchester Hamburg)..

Nach erfolgreichen Wettbewerben  bei „Jugend musiziert“ und „LTM“ bestand ich die Aufnahmeprüfung für die künstlerische Ausbildung  an der Musikhochschule Köln und wurde in der Klasse von Prof. Gerhard Peters aufgenommen. Er war es auch, der mir das Spiel auf der Barockvioline näher brachte. So konnte ich in dieser Zeit erste wertvolle praktische Erfahrungen im ‚Neusser Kammerorchester‘ und beim ‚Concerto Köln‘ sammeln. Parallel dazu spielte ich in der Klassischen Philharmonie Bonn, der Jungen Philharmonie Köln und als Konzertmeisterin in der Jungen Kammeroper Köln. Gefördert wurde ich als Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, sowie durch ein Stipendium der Fritz-Prosiegel-Stiftung.

Schon am Anfang meines Studiums begann ich, zusammen mit Kommilitonen in diversen Ensembles zu spielen und entdeckte bald die Vielfalt und den Reichtum der Kammermusik, die mir als junger Musikerin ganz neue Wege eröffnete. Mit sieben Musikerfreunden gründete ich das ‚Kölner Klassik Ensemble‘, mit dem wir eindrucksvolle, prägende Tourneen durch Japan und einige Länder Europas unternahmen. Parallel dazu erhielt ich regelmäßig Unterricht bei Professor Victor Tretjakov, der Schüler von David Oistrach war, einem meiner großen Vorbilder. Bis heute ist mein Spiel maßgeblich durch ihn beeinflusst, insbesondere strebte ich danach, mir die verschiedenen Farben seines Vibratos, die er zu zaubern vermochte, anzueignen. Es folgten diverse Meisterkurse bei Tibor Varga, Levis Kaplan, später bei der International Mendelssohn Summer School Hamburg bei Prof. Donald Weilerstein und Prof. Christoph Schickedanz, bei dem ich nach meinem Diplomabschluss in Köln auch mein Konzertexamen absolvierte.

Es folgten  Praktika und Zeitverträge bei großen Orchestern, wie den Stuttgarter Philharmonikern, den Essener Philharmonikern, dem Folkwang Kammerorchesters Essen und dem Philharmonischen Orchester Kiel, danach Führungspositionen bei den Bremer und den Dortmunder Philharmonikern.  Bis dato spiele ich regelmäßig Aushilfe in einigen dieser Orchester sowie auch beim Bergen Filharmoniske Orkester in Norwegen und dem Ensemble del arte Ingolstadt.

Zusammen mit meiner Schwester, der Pianistin Ricarda Schmersahl, gründete ich das Klaviertrio Abaton, dem seit 2015 auch Johannes Raab als Cellist angehört.

Meine Kammermusikpartnerin Andra Nichiteanu kenne ich schon aus Schülerzeiten, damals spielte sie noch ausschließlich Geige, und während unserer Studienzeit erneuerten wir diese Freundschaft unter anderem auch durch gemeinsames Duospiel, in welchem uns Andras Vater eine Zeit lang unterwies. Umso erfreulicher ist es für mich, dass wir nun an diese Erfahrungen anknüpfen können und im Streichtrio erneut gemeinsam musizieren.

Kurzvita

 

Maike-Marie Schmersahl studierte an der Musikhochschule Köln bei Prof. Gerhard Peters und absolvierte nach dem Diplom ein Aufbaustudium bei Prof. Christoph Schickedanz, Musikhochschule Hamburg. Sie war Stipendiatin der Oscar- und Vera Ritter- Stiftung und der Fritz-Prosiegel-Stiftung. Meisterkurse besuchte sie bei Tibor Varga (Schweiz), Levis Kaplan (USA), Prof. Christoph Schickedanz (Hamburg) und nahm an der International Mendelssohn Summer School Hamburg bei Prof. Donald Weilerstein teil.

Mit Kommilitonen gründete sie bereits 2002 das Kölner Klassik Ensemble. Eine CD- Einspielung mit Werken von Astor Piazzolla aus dem Jahr 2006 wurde von der Presse begeistert aufgenommen und von der Zeitschrift „Das Ensemble“ mit der Höchstpunktzahl bewertet. Regelmäßige Tourneen führten die Musiker unter anderem nach Dänemark, Schweden und Japan. Sie spielte in verschiedenen Orchestern, u.a. bei den Stuttgarter Philharmonikern, dem Folkwang Kammerorchester Essen, den Essener Philharmonikern, dem philharmonischen Orchester Kiel, als Vorspielerin bei den Bremer Philharmonikern und zuletzt als Stimmführerin der zweiten Violinen bei den Dortmunder Philharmonikern. Sie ist eine gefragte Kammermusikerin und neben ihrer Tätigkeit im Nichiteanu Trio unter anderem auch Mitglied im Trio Abaton (Klaviertrio).

 

 

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